Kunst erinnert an Vergangenheit

Mit weißen Flecken haben Kunstinteressierte rund um den Zoggler Stausee an abgerissene Gebäude und damit an alte Wunden im Tal erinnert.

Der Zoggler Stausee im Ultental ähnelt nach der Wasserentnahme derzeit einer riesigen Schottergrube oder Mondlanschaft.
Genau diese besondere und einmalige Atmosphäre haben mehrere Kulturinteressierte für eine besondere Aktion genutzt.
Die Gruppe Kunst Ulten (KU) hat rund um den Stausee bzw. teilweise sogar im See mehrere „weiße“ Flecken auf den Boden gemalt. Diese Flecken sollen an abgerissene Bauernhöfe erinnern.

Bevor der Zoggler Stausee angelegt wurde, gab es dort eine Kulturlandschaft – sieben Höfe und 20 Gebäude mussten in den 1950er Jahren dem Stausee weichen. Etwa 100 Einwohner des Ultentales wurden umgesiedelt.
Die Gruppe Kunst Ulten hat jetzt die historische Mappe von 1858 verwendet, um die historische Landnutzung von damals aufzuzeigen.

Die Gruppe will aber nicht nur zurückschauen: „Das kulturelle Bewusstsein, dass jeder Eingriff sich mit gewachsener Kulturlandschaft auseinandersetzen und diese auch respektieren muss, kam beim Bau damals nicht zur Anwendung. Dieser Grundsatz muss nun für die Gegenwart und die Zukunft gelten – und es ist höchste Zeit dafür. Vor allem in Hinblick auf das geplante Pumpspeicherkraftwerk“, meint die Gruppe Kunst Ulten.

 
 
 
11.07.2026
Alexandra Rezeption
 
 

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Anita
 
 
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