Das Schneeschuhwandern entwickelt sich zu einer neuen Trendsportart im Winter, mit der man die Möglichkeit hat, in bisher verschlossene Winteridyllen abseits der gespurten Loipen und präparierten Pisten vorzudringen: vom naturbegeisterten Wanderer, dem jungen Abenteurer, dem Gesundheitsfreak, dem Hobbysportler bis hin zum Familienmenschen – alle genießen das Feeling der unbegrenzten Freiheit nun auch im Winter. Eine bislang unbekannte, aber überaus reizvolle Facette des Winters. Mit relativ einfachen Mitteln und ohne nahezu sporttechnisches Können vermittelt diese neue Naturtrend-Sportarten Spaß.
Snow walking
Snow trekking
Snow running
Snow adventure
Winterwandern
Schneeschuhwandern
Skitourenwandern
Winter Nordic Walking
Leihausrüstung
(Schneeschuhe + Stöcke, Tourenski + Stöcke oder Nordic Walking Stöcke)
Unberührte und verschneite Bergtäler, aussichtsreiche Almregionen, lockerer Pulverschnee, Ruhe und Einsamkeit erwarten den Schneeschuhwanderer auf seinen Touren. Schneeschuhtouren und Snow trekking müssen nicht immer alpine Gipfel zum Ziel haben. Der Naturgenuss steht im Mittelpunkt und bei strahlendem Sonnenschein packt einem das Schneeschuhfieber.
Das Abenteuer in der Winter-Wildnis
Draufstellen und loslaufen – ganz so einfach wie es klingt ist der Umgang mit den ungewöhnlichen Schuhen zwar nicht, doch die ersten wackeligen Schritte gehören einfach zum Abenteuer Winterwildnis dazu. Ein Abenteuer auf den Spuren von Ötzi und seiner frühen Nachfahren ist der winterliche Lockruf der Freiheit in den Alpen allemal. Ganz ohne Kondition und vor allem einer Einführung in die Gehtechnik gelingt auch das wiederentdeckte Schneeschuhwandern nicht, schließlich heißt es dabei Neuland – und damit meist Tiefschnee – zu betreten. Die Profis der Europa Wanderhotels bieten praktische Einführungskurse, stellen die Ausrüstung zur Verfügung und begleiten die Snow-Trekker auf ihren ersten Touren durch die Berge.
Geschichte des Schneeschuhwanderns
Der berühmte Gletschermann und Urzeitmensch „Ötzi“ soll bereits Schneeschuhe unter seinen Füßen getragen haben als er den Weg über den Similaun Gletscher ging. In Kanada flochten vor einigen Tausend Jahren steinzeitliche Jäger nach dem Vorbild von Bären- und Biberspuren erste Gehhilfen. Sie bogen Zweige, spannten Felle, Hautstreifen oder Sehnen dazwischen. Die Eskimos bauten Holzrahmen und nutzten Häute von Seehunden. Die Schneeschuhe der Jäger der Alpen wurden ebenfalls aus Holzrahmen und Schnüren gebastelt und so konnten sie in die entlegendsten Winkel der tief verschneiten Wälder und Almregionen zur Jagd und Wildfütterung vordringen.
Schnee-Schuh-Wander-Geheimtipps
vom Waltershof Senior Chef und Wanderführer „Walter“
Winterwanderung zur Schusterhütte
Ausgangspunkt: Flatschhöfe auf 1.805m in St. Gertraud
Auf einen Blick: Flatschhöfe – Kaserfeldalm - Schusterhütte
Höhenunterschied: 500 m
Reine Gehzeit: 3 ½ Stunden
Schwierigkeit: 4 Wanderschuhe
Tipps und besondere Hinweise: Sonnige Wanderung teils durch Wälder, teils über ausgedehnte Schneehänge. Schneeschuhe oder schneefestes Schuhwerk sind wichtig!
Wegbeschreibung: Von den urigen Flatschhöfen (Obersten 1.805m) wandern wir leicht ansteigend durch den idyllischen Wald in Richtung Kaserfeldalm auf 1.944m. An verschneiten Lärchen und Fichten vorbei lauschen wir der harmonischen Melodie der Natur. Unter freiem Sonnenhimmel geht’s weiter über die Schneefelder vom „Kaser-Feld“. Immer wieder drehen wir uns der Sonne entgegen und genießen das einmalige Panorama. Nach
2 ½ Stunden Aufstieg erreichen wir die Schusterhütte, eine kleine romantische Almhütte, auf 2.310m. Keiner denkt mehr an den Abstieg ...„Berge sind Energietankstellen für Menschen“. Heimwärts geht’s über den Burgstallweg zum Kuhhüttl auf 2.160m und zurück zu den Flatschhöfen.
Winterwanderung zu den Kofelraster Seen
Ausgangspunkt: Steinrast 1.723m oberhalb Kuppelwies
Auf einen Blick: Steinrast – Marschnellhütte - Kofelraster Seen
Höhenunterschied: 700 m
Reine Gehzeit: 4 ½ Stunden
Schwierigkeit: 5 Wanderschuhe
Tipps und besondere Hinweise: Sonnige Wanderung teils durch Wälder, teils über ausgedehnte Schneehänge. Schneeschuhe oder schneefestes Schuhwerk sind wichtig!
Wegbeschreibung : Wir fahren Richtung Talstation Schwemmalm weiter bis Steinrast (1.723m). Dort rüsten wir uns für einen wunderschönen, aber anstrengenden Erlebnismarsch. Anfangs stapfen wir einen steilen Waldhang empor. Erleichterung bringt dann der abwechslungsreiche Steig durch ausgedehnte Lärchenwälder, vermischt mit Jungwald und Lichtungen. Nach 1 Stunde Gehzeit erreichen wir den Kofelrasterbach. Der Steig mündet am weiten Weidegelände mit einer neuen Hirtenhütte (Marschnellhütte 2.312m). Auf der nächst höheren Talstufe erreichen wir den ersten Koflraster See und wenig später den zweiten, in seiner Felsumrahmung besonders Welt abgeschieden wirkenden See auf 2.405m. Abstieg wie Aufstieg.
Winterwanderung über Marschnell und Riemerbergl
Ausgangspunkt: Riem Höfe 1.712m oberhalb St. Walburg
Auf einen Blick: Riem - Marschnell Alm - Riemerbergl Alm
Höhenunterschied: 500 m
Reine Gehzeit: 3 Stunden
Schwierigkeit: 4 Wanderschuhe
Tipps und besondere Hinweise: Sonnige Wanderung teils durch Wälder, teils über ausgedehnte Schneehänge. Schneeschuhe oder schneefestes Schuhwerk sind wichtig!
Wegbeschreibung: Wir fahren mit dem Auto bis Riem (1.712). Nach 1½ Stunden Aufstieg von Riem über Joggele Hüttl und Schweinssteig bis zur Marschnell Alm (2.213m) und nach einer kurzen Rast werden wir von einem gut einstündigen Panoramaweg zur Riemerbergl Alm belohnt. Zum Greifen nahe sehen wir vom Peitler Kofel, der nördlichsten Spitze der Dolomiten bis Geisler Gruppe, Sellagruppe, Marmolata bis zur Pala Gruppe sämtliche Spitzen der Dolomitenwelt. Eine der malerischsten Almen im Ultental ist wohl die Riemerberglalm (2.049m). Die märchenhafte Hexenhütte mit ihrem neuen Anbau bietet auch einer größeren Gruppe Unterschlupf. Den Forstweg entlang steigen wir ab bis zu den Riem Höfen und lassen die wunderbare Runde in Gedanken revue passieren.
Winterwanderung Tufer-Pilsberg-Weißbrunn
Ausgangspunkt: Oberjochmaierhof oberhalb St. Gertraud
Auf einen Blick: Oberjochmairhof - Tufer Alm - Pilsberg Alm - Weißbrunn
Höhenunterschied: 350 m
Reine Gehzeit: 3 Stunden
Schwierigkeit: 5 Wanderschuhe
Tipps und besondere Hinweise: Sonnige Wanderung teils durch Wälder, teils über ausgedehnte Schneehänge. Schneeschuhe oder schneefestes Schuhwerk sind wichtig!
Wegbeschreibung: Die höchste rechte Abzweigung von der Weißbrunnstraße auf der Höhe der Pilshöfe führt uns mit dem Auto zum Oberjochmairhof in St. Gertraud (1.779). Von dort starten wir in südwestliche Richtung anfangs leicht ansteigend durch einen Lärchen-Fichtenwald, der sich bald lichtet und uns mit der großzügigen Kulisse der Tuferspitze und Ihren weiten Abhängen überrascht. Von den flachen Weideböden der Tuferalm (2.099m) zweigen wir links ab und stapfen einen äußerst reizvollen, von der Sonne bestrahlten Schräghang durch einen einmalig geschlossenen Zirbelkiefernwald zur Außeren Pilsbergalm (2.128m) hoch. Die beeindruckende Arena der gesamten Hinterultner Bergwelt mit den imposanten Ausläufern der Ortlergruppe erscheint. Der Abstieg führt uns über einen urwüchsigen Steig zur Inneren Tuferalm (2.085m) mit einem herrlichen Rundblick über den Reigen der südlichen Ultner Bergkämme bis zur Laugenspitze. Nur der letzte Abschnitt der Wanderung gestaltet sich etwas mühsam hinunter nach Weißbrunn.
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